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Allgemeine Orthopädie &
orthopädische Chirurgie

Klumpfußprojekt Mali

„AUSTRIAN DOCTORS FOR DISABLED" (Österreichische Gesellschaft für medizinische Entwicklungszusammenarbeit) ist eine Gruppe von Ärzten und Personen anderer medizinischer Berufe, die Entwicklungszusammenarbeit in ökonomisch armen Regionen Europas und anderen Teilen der Welt durchführen. Im Jahre 1993 begann Univ. Prof. Dr. Martin Salzer mit einem Projekt in Afrika und 1995 folgte der erste Einsatz in Bosnien.

Spenden an DFD sind in Österreich steuerlich absetzbar, die Registrierungsnummer von Austrian Doctors for Disabled lautet SO 1531.

Anfang 2006 erfolgte eine Fact-Finding Mission von Doctors for Disabled nach Westafrika bei der sich das Problem des Klumpfußes als vordringlich darstellte.

Die Häufigkeit des idiopathischen Klumpfußes wird in Entwicklungsländern und besonders in Afrika höher eingeschätzt. Bei einer Geburtenrate von 50 Geburten auf Tausend Einwohner wie für Mali berichtet (vgl. Österreich 8,7/1000), ergibt dies mindestens 800 neue Fälle jährlich. Dadurch wird der angeborene Klumpfuß zu einem erheblichen sozialökonomischen und gesundheitspolitischen Problem. Es wurde beschlossen ein Klumpfußprojekt ins Leben zu rufen, welches sich primär darauf konzentriert, die Klumpfußbehandlung in der Methode nach Ponseti in Mali zu etablieren.

Die Ponseti Methode ist hervorragend für die Klumpfußbehandlung in einem Entwicklungsland geeignet, da die Gipsbehandlung unter Supervision auch von nichtärztlichem medizinischem Personal durchgeführt werden kann. Es ist keine aufwendige Technik oder apparative Diagnostik notwendig und ein notwendiger Eingriff an der Achillessehne kann in Lokalanästhesie in einem sauberen Raum sicher durchgeführt werden. Die notwendigen Schienen für die Nachbehandlung können kostengünstig mit vorhandenen Ressourcen vor Ort hergestellt werden. Ähnliche Projekte zur Klumpfußbehandlung in der Methode nach Ponseti gibt auch in Uganda, Malawi, Nepal und anderen Ländern. Im Laufe des Projektes fanden bisher insgesamt 14 Einsätze von österreichischen aber auch deutschen Spezialisten in Bamako statt. Es wurde in CNAOM, einem nationalen Orthopädie Zentrum, eine Klumpfußklinik etabliert die fixer Bestandteil der regionalen Versorgung ist und selbstständig arbeitet. Es wurde eine eigene Abteilung („cellule pied bot") gegründet die heute auch über entsprechende Mittelzuteilung vom Gesundheitsministerium im Rahmen des Gesamtbudgets des CNAOM verfügt.

Die Pilotphase bis 2009 wurde von DfD mit Einzelspenden und aus Fonds des Roten Kreuzes und der Austrian Development Agency finanziert. Ziel des Klumpfußprojekts ist es nun, die „cellule pied bot" auch weiterhin in der Entwicklung der notwendigen Expertise zu unterstützen, die Qualität der Behandlung durch kontinuierliche fachliche Supervision zu gewährleisten sowie die Ausweitung der Klumpfußbehandlung auf andere Bezirke in Bamako (Hauptstadt von Mali) und auf weitere Regionen im Land zu fördern. Zu diesem Zweck finden 2 bis 3 mal pro Jahr Missionen statt, im Rahmen derer das medizinische Personal vor Ort von österreichischen Ärzten supervidiert und weiter ausgebildet wird und gleichzeitig die Ausweitung des Klumpfußprojekts durch Kontakte mit Politikern und Persönlichkeiten aus der Gesundheitsverwaltung, sowie durch Sensibilisierungsaktivitäten vorangetrieben wird.

Ein Gesundheitszentrum (Soundiata im Bezirk III von Bamako) hat bereits begonnen hat, an einem Tag der Woche Kinder mit Klumpfuß zu empfangen und weitere Zentren sind in Kati und Koulikoro etwas außerhalb der Hauptstadt geplant. Die für die Klumpfußbehandlung notwendigen Materialien sind jedoch vorerst weder im Budget des Gesundheitszentrums noch im Budget des CNAOM vorgesehen.

Selbstverständlich bemüht sich CNAOM darum, im nächsten Jahresbudget entsprechende Mittel zur Verfügung zu haben (sei es im Rahmen der staatlichen Zuschüsse oder im Rahmen von Förderungen durch andere Institutionen). Bis zur Ausverhandlung dieser Förderungen besteht jedoch dringender Bedarf an Unterstützung in Form von Geld und Materialien.

Diese Finanzierung ist einerseits für Geräte (Gipssäge, Gipsschere,..) als auch für die laufenden Materialkosten (Gips, Watte, Skalpelle, Medikamente, Leder für Schienen...) in den neuen Behandlungszentren notwendig. Zusätzlich macht die Ausweitung des Projektes weitere intensive Schulungen und Supervisionen durch DfD erforderlich. Die Kosten für die Unterstützung der zwei neuen bereits aktiven Zentren und die Durchführung der Supervisionen und Schulungen würden etwa 20.000 EUR im Jahr betragen.

Die Finanzierung der neuen Behandlungszentren soll, wie auch in der vorigen Projektphase; nur für einen absehbaren Zeitrahmen erfolgen. Es wird laufend durch Kontakte mit Regierungsvertretern eine Übernahme der Kosten durch die Regierung angestrebt.

Dr. Christof Radler
Austrian Doctors for Disabled
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